Review: Apollo FS-AirMap
Datum: Samstag, Mai 05 2007 @ 07:22:57 GMT
Thema: Reviews


Dank vieler wunderschöner Szenerien ist VFR-Fliegen derzeit so realitätsnah wie niemals zuvor möglich. Vorausgesetzt, man hat den Überblick über die vielen Sichtflug-Addons und weiß, wie man sie am geschicktesten miteinander kombiniert. Am passenden Fluggerät mangelt es ebenso nicht, so dass es eigentlich losgehen könnte. „Könnte...“ – wäre eine grundlegende Bedingung für die Durchführung eines realitätsnahen VFR-Fluges erfüllt: Das Vorhandensein brauchbaren Kartenmaterials! Hier sorgt Apollo seit ein paar Wochen mit der AirMap Produktreihe für Abhilfe. Holger Kistermann hat sich das digitale Kartenmaterial angesehen und schildert seine Eindrücke unter „mehr...“.


Es ist doch wirklich paradox, oder? Da investieren gleich mehrere Firmen einen Haufen Arbeit, Geld und Zeit in die Entwicklung sehenswerter Sichtflugszenerien – und zwar so sehr, dass manche Gebiete oftmals doppelt von verschiedenen Anbietern abgedeckt werden. Keine Frage: Das Fliegen nach Sicht, der VFR-Flug, ist stark im Kommen und zieht mit jedem weiteren guten Addon dieses Genres mehr Fans in seinen Bann. Doch neben all den Fotoszenerien, Autogenszenerien und detaillierten Flugzeugen blieb doch in der Vergangenheit die vielleicht wichtigste Komponente für das realistische VFR-Flugerlebnis auf der Strecke: Passendes Kartenmaterial oder, noch besser, ein Moving Map Gauge, das alle Elemente moderner Navigation miteinander verbindet. Zwar gab es in der Vergangenheit ein Freeware Gauge, das FSMMovingMap Tool, zuletzt 2005 erschienen in der Version 1.2 von Guru Rana Hossain, mit dem man digitalisierte Karten in den FS2004 integrieren konnte. Doch das war eine fummelige Arbeit. Und das Kartenmaterial? In nicht wenigen Fällen wurde urheberrechtlich geschütztes Material in den einschlägigen Download-Bibliotheken zum Herunterladen angeboten. Für heimische Gefilde gab es bis jetzt keine flächendeckende Flugsimulator-taugliche Kartenabdeckung, so dass VFR-Fliegen nur sehr eingeschränkt möglich war. Und mal ehrlich: Welcher VFR-Stubenpilot hat sich im Laden für recht viel Geld alle Kartenblätter für die Bundesrepublik gekauft, wenn er nicht zufällig Realpilot wäre oder zumindest einen solchen kannte, der sein abgelaufenes Kartenmaterial dieser Form der Wertstoffverwertung zugeführt hätte?

                       
 

Produktumfang

 
Seit März bietet Apollo mit AirMap ein interessantes Gauge an, das gleich mehrere Vorteile für die VFR-Fliegerei anbietet. Denn wahlweise kann man das gewünschte Gebiet mit „echten“ VFR-Karten abdecken oder mit topografischen abdecken. Zur Verfügung stehen gegenwärtig

-          Deutschland

-          Österreich

-          Schweiz

-          die USA.

Bei den VFR-Karten für Deutschland, Österreich und die Schweiz handelt es sich übrigens um „echte“ ICAO Karten im Maßstab 1:500.000, wie sie auch in der Realfliegerei genutzt werden – sei es in digitaler- oder in Papierform und stammen von der Deutschen Flugsicherung DFS bzw. vom Schweizer Luftfahrt Bundesamt.

Bei den topografischen Karten handelt es sich um Landkarten vom Deutschen Bundesamt für Vermessungswesen. Im Grunde genommen handelt es sich hierbei sogar um drei verschiedene Kartenarten:

-          einer klar lesbaren Straßenkarte (1:1.000.000)

-          einer grob detaillierten Landkarte (1:500.000) und

-          einer sehr fein detaillierten Karte (1:200.000) mit wirklich allen Geländemerkmalen.

 
 
 
 
 
 
 
 
Die Karten für die USA sind unterteilt in

-          East, Center, West (drei verschiedene Produkte) sowie

-          Alaska, Aleuten und Hawaii (ein Produkt)

wobei zahlreiche VFR Sectional Charts, Terminal Area Charts (Nahverkehrsbereiche) sowie einige Airport Charts enthalten sind.

Die Preise für die Produkte bewegen sich zwischen 19,- € und 39,- €. Eine Google Earth Integration ist für 10,- € möglich. Alles in allem ein recht kostspieliges Addon, wenn man mehrere Karten benutzen möchte. Apollo hat mir freundlicherweise die ICAO Karte für Deutschland sowie die topografischen Karten für diese Testzwecke überlassen. Alles in allem also ein Gegenwert von 78,- €. Die ketzerische Frage lautet also „ist das viel Geld?“ „Jein“ lautet die ehrliche Antwort, denn ein einzelnes ICAO Kartenblatt kostet 16,50 € in Papierform. Und um ganz Deutschland abzudecken, braucht man acht Karten. Wenn man also bei Apollo 39,- € für die gesamte BRD zahlt, ist man auf dem ersten Blick günstig dabei. Auf dem zweiten Blick relativiert sich der Preis, denn es handelt sich nicht um die aktuellen 2007er Karten und sie sind eben auch "nur" digital. Wie dem auch sei – egal, für welches Set man sich entscheidet, das AirMap Modul ist stets enthalten. Hierbei handelt es sich um eine Integration in das Garmin 500 GPS im FS2004 und um eine Integration in das Garmin 1000 GPS im FSX. Mit einem Mausklick am unteren Rand des Gauges kann man schnell zwischen den Standardoptionen und den erweiterten Funktionen des AirMaps umschalten. Dort erhält man Zugriff auf die Karten und kann sich darüber hinaus

-          den Flugweg (Vektor)

-          Windvektor

-          Reiseinfomationen (Geschwindigkeit über Grund, voraussichtliche Ankunftszeit)

-          AI-Traffic in zwei Modi

-          TCAS

anzeigen lassen.
 

Damit sollte die Navigation nach Sicht wirklich ein Kinderspiel werden: Man braucht lediglich nur noch die Sicht aus dem Cockpit mit den Geländemerkmalen auf den Karten abgleichen. Und um die Sache nochmals zu vereinfachen, stellt das Gauge auf Wunsch sogar den Flugplan in der Karte dar. Bei der traditionellen Navigation musste man oftmals quadratmetergroße Karten vor dem Monitor ausbreiten und mit dem Finger sozusagen auf der Karte „mitfliegen“. Unaufmerksamkeit wurde dabei recht schnell bestraft – und wer kennt nicht den „hier-sieht-alles-gleich-aus-Seufzer“? Ein GPS-gekoppeltes Moving Map-Tool stellt also eine echte Erleichterung in der Navigation dar.

Die Dokumentation zu diesem Produkt ist übrigens in Deutsch und in Englisch und kann als PDF-Datei von der Homepage des Herstellers heruntergeladen werden. Da das Produkt jedoch absolut intuitiv zu bedienen ist, ist eine Lektüre wohl vergeudete Zeit.

 
 
Download und Installation
 
Die Kaufabwicklung über die Apollo Homepage gestaltet sich schwierig, da ein Webshop oder eine sonstig geartete Bestellmöglichkeit nicht vorhanden sind. Stattdessen soll man eine E-Mail an Apollo Software schreiben. Das weitere Bestell- und Bezahlprozedere vollzieht sich somit im weiteren Dialog. Ein klassischer Webshop mit Kreditkartenbezahlmöglichkeiten und sofortiger Downloadmöglichkeit des Produktes hat durchaus Vorteile. Vielleicht rüstet Apollo hier ja irgendwann nach? Wünschenswert wäre es. Ansonsten bekommt man den Downloadlink per E-Mail. Die Downloads sind, je nach gewähltem Produkt, teils exorbitant hoch. So „wiegt“ das Germany Topo-Produkt sage und schreibe 567 MB. Mit einem Integrity-Checktool kann man die Vollständigkeit des Downloads überprüfen. In meinem Falle wurde die Übertragung bereits nach 559 MB als vollständig angezeigt. Sehr ärgerlich, da ein neuer Komplettdownload von Nöten war.
 
Die Installation verlief problemlos. Anschließend läuft das Produkt in einem siebentägigen Demomodus, sodann ist eine Freischaltung fällig. Hierzu generiert das Setup-Programm einen Key, den man an Apollo schickt. Nach kurzer Bearbeitungszeit wird ein weiterer Key zurück geschickt, mit dem man das Produkt schließlich gänzlich freischalten kann.

 

Der Praxistest: Von Friedrichshafen nach Westerland

Einmal quer durch die Republik: Da mir sowohl die ICAO Karten als auch die topografischen Karten für Deutschland vorliegen, ist ein Flug vom südlichsten Winkel bis zur nördlichsten Spitze zu Testzwecken sinnvoll. An einem schönen Nachmittag mit stabiler Hochdruckwetterlage über Deutschland ging es mit einer turboaufgeladenen Socata Trinidad TB21 GT in Friedrichshafen los. Schönstes VFR-Flugwetter also – und ein schönes Flugzeug, in das ich mit dem FSPanel Studio die Apollo AirMap integriert habe. Folgende Wegpunkte lagen auf dem Flug gen Norden:

Friedrichshafen – Sigmaringen – Stuttgart – Heilbronn – Spessart – Fulda – Kassel. Hier Ende des ersten Legs und Landung. Dann ging es weiter:

Kassel – Solling – Hannover – Walsrode – Hamburg – Glückstadt – Heide – Föhr – Sylt Westerland. Landung, Ende des zweiten Legs.

 
 
 
 
 Bereits der Start in Friedrichshafen ist eine kleine Herausforderung an die Navigation nach Sicht, denn beim Abflug auf der Piste 24 gelangt man recht schnell in den kontrollierten Luftraum von St. Gallen / Altenrhein und Zürich. Ergo sollte man recht exakt navigieren, um zum Pflichtmeldepunkt November zu gelangen, an dem man die Kontrollzone von Friedrichshafen gen Westen verlässt. Ohne passendes Kartenmaterial geht das gar nicht. Die Apollo AirMap mit der passenden ICAO Karte ist hier zwar keine echte Hilfe, da lediglich der besagte Pflichtmeldepunkt eingezeichnet ist. Ergo muss man doch zur alten Papierkarte greifen und das passende Abflugverfahren studieren. Ein Nachteil, den man Apollo nicht ankreiden kann, da die ICAO Karten generell keine An- und Abflugrouten enthalten. Im vorliegenden Falle habe ich das Verfahren in meinen Flight Simulator Flugplan händisch übertragen und kann mir dieses zumindest nun auf der AirMap darstellen lassen. Eine echte Erleichterung, denn die turboaufgeladene Trinidad steigt rasant mit 1.500 Fuß pro Minute in den blauen Himmel und gewinnt dabei so schnell an Fahrt, dass man zügig die Klappen einfahren muss, um sie nicht zu sehr zu belasten und zu beschädigen. Dann muss man sich auch um das richtige Powersetting des Sechszylinders kümmern – und eh man sich versieht, muss auch schon die erste 90° Kurve durchführen, um nicht ungewollt in den Schweizer Luftraum einzudringen. Das Abarbeiten der Checkliste ist in dieser Situation undenkbar, genauso wie das Navigieren auf der Karte kaum zielführend wäre. Mit der Moving Map klappt es, auch wenn es im Cockpit recht stressig ist. Schnell kann man die Position auf der Moving Map mit Referenzpunkten am Boden vergleichen und danach navigieren. Selbstverständlich fliegt man dabei nicht auf der Ideallinie, aber man erreicht den Pflichtmeldepunkt doch wie gewünscht.
 
 
 
 

Da der gesamte Flug nach Westerland VFR durchgeführt wurde, brauchte ich eigentlich keinen Autopiloten. Ergo stellte die Fluglinie auf der AirMap auch lediglich die ideale Kurslinie dar, der man entweder folgte oder sie – aus was für Gründen auch immer – verließ. Auf dem ersten Streckenabschnitt bis Kassel Calden wollte ich die Vorzüge der AirMap kennen lernen und hatte entsprechendes ICAO Kartenmaterial trotz des Moving Map Luxus auf dem Schreibtisch ausgebreitet. Doch bereits mit dem Annähern an die verschiedenen Lufträume rund um den Flughafen von Stuttgart, der bereits 40 Minuten nach dem Start passiert wurde (einer Reisegeschwindigkeit von 160 Knoten sei Dank), wurde klar, dass die AirMap alle Vorteile auf ihrer Seite hatte. Der Cross-Check mit dem Finger auf der Karte gelang zwar gut, aber auch nur so lange, wenn es darum ging, die Ist-Position auf dem Papier abzugleichen. Doch zur Planung des voraus liegenden Flugwegs war die AirMap um Längen besser. Bequem kann man sich dort den Vektor einblenden lassen, den die Maschine bei Beibehalten des aktuellen Kurses fliegen wird. Daher sieht man recht gut, in welche Lufträume man wo und wie schnell einfliegen wird. Je nach Wetter und Luftraumklassifizierung müssten eventuell Änderungen am Flugweg vorgenommen werden oder Freigaben eingeholt werden. Bei den guten Wetterbedingungen gab es jedoch keine Beeinträchtigungen durch die geforderten Minima, nach denen die verschiedenen Lufträume rund um Stuttgart durchflogen wurden und man konnte sich in aller Ruhe um die Freigaben kümmern. Bei konventioneller Navigation wäre es erheblich schwieriger geworden, denn bei Verlassen des geplanten Flugweges hätte man stets neu mit Lineal und Kursdreieck orakeln müssen, wie man das Gewirr von kontrollierten Lufträumen mit unterschiedlichen Höhen am besten meistert. Bei einer derart hohen Reisegeschwindigkeit wäre es stressig geworden. Nachdem ich im Begriff war, das ICAO Kartenblatt Stuttgart nach Norden hin zu verlassen, habe ich mir gar nicht mehr die Mühe gemacht, das vorbereitete Blatt Frankfurt, das sich daran anschließt, auszubreiten. Mit der AirMap konnte ich mir also nun den weitern Flugweg anschauen.

 
 
 
 
 

Ein großer Vorteil hierbei ist, dass man die AirMap mit einer bestimmten Tastenkombination aufrufen kann und beliebig skalieren kann. Benutzer von Systemen mit zwei Bildschirmen werden davon umso mehr profitieren. Vergrößert man das Fenster der AirMap, vergrößert sich der effektive Kartenausschnitt, d.h. man sieht mehr Karteninhalt. Mit Klicken auf dem Kartenausschnitt, kann man sich frei auf der Karte bewegen, ohne an die Position des Flugzeugs gebunden zu sein. Auf diese Weise kann man sehr genau planen, wie der weitere Flug vonstatten gehen soll. Blendet man sich den aktuellen Flugplan ein, so kann man sich diesen bis zur Landung auf der Karte ansehen. Da man ja im VFR-Flug nicht ständig der Ideallinie auf der Karte folgen muss, sturer Geradeausflug wäre ja auch langweilig, empfiehlt sich ein genaues Kartenstudium, bei der einem das Feature der Bewegungsfreiheit auf der Karte sehr zugute kommt. Welche markanten Geländemerkmale werde ich in zwei Minuten überfliegen? Welche Auffanglinie (bspw. ein Fluss) wird demnächst meinen Flugweg im rechten Winkel kreuzen? Wie hoch sollte ich mindestens fliegen, um einen genügenden Sicherheitsabstand zu den höchsten Erhebungen auf dem Flugweg zu haben? Nur einige Fragen, die bei der VFR-Fliegerei essenziell sind. Die AirMap weiß auf alles eine Antwort und kann darüber hinaus auch die verbleibende Zeit bis zum Überfliegen des nächsten Wegpunktes anzeigen. Im Flusi-Alltag bedeutet all dies aber auch, dass man entsprechende Szenerien installiert haben muss, um dieses VFR-Erlebnis überhaupt nachvollziehen zu können. In dieser Rezension habe ich die Kombination aus Apollo Gigascenery Germany und VFR Landmarks von CR-Software genutzt. Kombinationen à la Aerosoft Scenery Germany mit Real Germany oder als Stand-Alone wären natürlich auch gut. Mit der Apollo AirMap habe ich jedenfalls beide Streckenabschnitte bis nach Westerland gut gemeistert.

 
 
 
 
 
 

Doch ist alles Gold, was glänzt? Nein. Auch die AirMap hat ihre Schwächen. Zunächst muss man feststellen, dass die Landkarte statisch ist und nicht aus Vektordaten besteht. Mit anderen Worten: Richtet man die Karte nach der Flugrichtung aus (was manchmal sehr sinnvoll sein kann) und befindet sich auf einem südweisenden Kurs, so steht die Beschriftung auf dem Kopf. Vektordaten verbrauchen meist mehr Ressourcen und sind kostspieliger. Ein echter Nachteil ist das also nicht wirklich. Des Weiteren ist mir aufgefallen, dass die ICAO Karten ein Problem mit der Darstellung der Farbe Rot haben. Je nach Zoomlevel wird aus Rot Weiß, so dass bspw. ganze Kontrollzonen, die auf den ICAO Karten in roter Farbe eingezeichnet sind, verschwinden. Gleiches gilt für die Schrift. Interessanterweise tritt dieser Fehler scheinbar nicht überall auf.
 
 
  

Ist das schlimm? Nein, schön ist es aber auch nicht. Überwiegender sind die Vorteile, die das Produkt bietet. Und was noch wichtiger ist als die Vorteile, sind die vielen Möglichkeiten, die das Produkt den ambitionierten VFR-Fliegern eröffnet, da man diese Art der Fliegerei nun auf einem professionelleren Niveau betreiben kann. Interessanterweise plant Aerosoft im Mai ein ähnliches Tool mit ICAO Karten für Deutschland, Österreich, Belgien und die Niederlande zu veröffentlichen. Über den Funktionsumfang ist aber noch nichts bekannt.

 
 
ICAO Karten oder doch lieber topografische Karten?
 

Als Realpilot kann ich ICAO Karten lesen. Das ist ein echter Vorteil, denn ein Unkundiger würde mit diesem Kartenmaterial gar nichts anfangen können. Weder mit den in der Karte enthaltenen Höhenangaben, noch mit den farbigen Markierungen der Lufträume noch mit scheinbar willkürlich gezogenen gestrichelten Linien, die nicht etwa ausgetrocknete Flüsse, sondern Isogonen, das Erdmagnetfeld, darstellen, kann ein Laie etwas anfangen. Um in der ICAO Karte zu lesen, sind fundierte Kenntnisse in Luftrecht und Navigation von Nöten, die in der Pilotenausbildung vermittelt werden. Wer davon Ahnung hat, dem seien die ICAO Karten empfohlen. Wer keine Ahnung hat, sollte besser zu den topografischen Karten greifen. Ich selbst habe am meisten die ICAO Karten während es Beispielfluges vom Bodensee zur Nordsee genutzt.

 

Die topografischen Karten sind definitiv ihr Geld wert. Dies liegt in erster Linie an den drei verschiedenen Maßstäben, die im Produkt enthalten sind. Man kann sehr schnell sehen, wo man sich befindet, sich einen groben Überblick über die Landschaft verschaffen und bei Bedarf sogar über kleinste Details Auskunft erhalten (bspw. Name eines Hügels). Natürlich sind hier keine Lufträume verzeichnet, aber braucht man diese wirklich, wenn man einen Sonntag-Nachmittag-Flug nur „just for fun“ durchführen möchte? Und trotzdem sind alle Funktionen der AirMap enthalten – sei es das Einblenden von AI- oder Multiplayerflugzeugen, das Ausrichten der Karte nach Norden oder an die Flugrichtung und vieles mehr.

 
 
Fazit

Für ambitionierte Flieger ist die Apollo AirMap eine gute Investition, trotz der kleinen Mängel in der Farbwiedergabe bei den ICAO Karten. Der Preis, gerade bei Produktkombinationen, mag Kopfschmerzen verursachen, so dass man sich genau überlegen sollte, zu welchem Produkt man greift – aber so ist das ja allzu oft im Leben. IFR Piloten können getrost weiterfliegen, denn für sie hätte keines der hier vorgestellten Produkte nennenswerte Vorteile.

 

Die Apollo AirMap kann man dank Konfigurator mit jedem Flugzeug verwenden. Versierte Benutzer können das Tool auch mittels FSPanel Studio in virtuelle Cockpits transplantieren, ohne das der Funktionsumfang darunter leidet.

 

PRO
CONTRA
 
  • Karten sind zoombar
  • Kartenausrichtung Norden oder nach Steuerkurs        
  • AI Traffic und Multiplayerflugzeuge einblendbar
  • „echte“ ICAO Karten
  • topgrafische Karten in drei Maßstäben
  • hoher Nutzwert
  • Einbindung ins virtuelle Cockpit möglich
 
 
  • Farbfehler bei den ICAO Karten
 
INFORMATION

TEST SYSTEM

 
  • DEVELOPER: Apollo Software
  • HERAUSGEBER: Apollo Software
  • HOMEPAGE: Apollo Homepage
  • PREIS: variiert, siehe Text
 
  • AMD 3400+
  • 1024 MB DDR-RAM CL2
  • GeForce FX5950 Ultra 256 MB

Holger Kistermann







Dieser Artikel kommt von simFlight Germany - Wo die Flugsimulation beginnt !
http://simflight.de

Die URL für diesen Artikel ist:
http://simflight.de/modules.php?name=News&file=article&sid=7634